Bedarfsgemeinschaft

Der Begriff der Bedarfsgemeinschaft stammt aus dem Recht der Grundsicherung für Arbeitssuchende (Hartz IV), dem SGB II.

Zugrunde liegt dem Begriff Bedarfsgemeinschaft die sozialpolitische Idee, dass Personen, die miteinander verwandt sind oder in eheähnlicher Gemeinschaft leben und die zudem gemeinschaftlich wirtschaften, dieses tun, weil sie den Willen haben, tatsächlich füreinander einzustehen.

Eine solche „Angehörigeneigenschaft“ wird für den Partner des Hilfebedürftigen, die im Haus lebenden Eltern oder für im Haus lebende Kinder, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, vermutet. Auch in Fällen, wo Mitglieder einer Wohngemeinschaft länger als ein Jahr zusammenleben, mit einem gemeinsamen Kind zusammenleben, gemeinsam Kinder oder Angehörige im Haushalt versorgen oder befugt sind, über das Einkommen des anderen zu verfügen, wird vermutet, dass diese Menschen füreinander einstehen wollen. Diese, eine Bedarfsgemeinschaft begründende Vermutung, ist jedoch widerlegbar. 

Folge der Zusammenfassung in einer Bedarfsgemeinschaft ist, dass die Mitglieder einer Bedarfsgemeinschaft gemeinsam der Höhe nach weniger Arbeitslosengeld II Leistungen erhalten, als wenn jede Person einzeln Leistungen außerhalb einer Bedarfsgemeinschaft nach dem SGB II erhalten würde.

Wer zur Bedarfsgemeinschaft gehört ist im Gesetz unter § 7 Abs. 3 SGB II geregelt.